Ortsübergreifender Haushalt

Unseren Haushalt verantwortungsvoll gestalten

Wesertal steht finanziell unter Druck – umso wichtiger ist eine Haushaltspolitik, die ortsübergreifend im Sinne der ganzen Gemeinde handelt.

Als FWG setzen wir auf klare Prioritäten, Transparenz und Zuverlässigkeit: Pflichtaufgaben wie Sicherheit, Infrastruktur und Daseinsvorsorge haben Vorrang.

Wir wollen, dass Entscheidungen nachvollziehbar sind, Zahlen verständlich erklärt werden und Maßnahmen sauber geplant sowie konsequent umgesetzt werden.

Gleichzeitig gilt für uns ein klarer Grundsatz: keine unnötigen Investitionen und keine Prestigeprojekte. Wo Investitionen nötig sind, sollen sie wirtschaftlich, realistisch kalkuliert und – wenn möglich – mit Fördermitteln finanziert werden, damit Wesertal möglichst wenig Eigenmittel aufbringen muss.

Unser Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld, damit die Gemeinde handlungsfähig bleibt – heute und in Zukunft.

Windkraft in Wesertal

Wir setzen uns intensiv dafür ein, dass die Rückbaukosten der Windräder neu berechnet- und die Bürgschaften entsprechend angepasst werden, damit am Ende nicht der Landkreis und somit auch die Bürger aus Wesertal mit den Kosten belastet werden.

Die FWG Wesertal hat in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung am 11. Februar 2026 einen Antrag eingebracht, der die Überprüfung der bestehenden Rückbau-Sicherheitsleistungen für den Windpark Reinhardswald fordert. Ziel ist es, die finanziellen Risiken für die kommunalen Haushalte frühzeitig zu erkennen und abzusichern.

Nach vorliegenden Berechnungen und fachlichen Einschätzungen könnten die Rückbaukosten der 18 Windenergieanlagen einschließlich aller Nebenanlagen im dreistelligen Millionenbereich liegen. Für die Gemeinde Wesertal bedeutet dies ein potenzielles Risiko von über 2 Millionen Euro, da die Kommune – wie alle kreisangehörigen Gemeinden – anteilig für mögliche Defizite im Kreishaushalt des Landkreises Kassel einstehen müsste.

Die FWG Wesertal betont: „Uns geht es nicht um Schuldzuweisungen oder Rückschau, sondern um Vorsorge und Verantwortung gegenüber den kommunalen Haushalten“, sagt Maik Lobitz, Fraktionsvorsitzender der FWG Wesertal. „Wenn nach Ablauf der Genehmigungszeiträume oder im Fall wirtschaftlicher Schwierigkeiten Rückbaukosten anfallen, dürfen diese nicht zulasten der Städte und Gemeinden gehen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Sicherheitsleistungen fachlich fundiert überprüft werden.“

Im Antrag der FWG ist außerdem vorgesehen, dass der Gemeindevorstand ein Schreiben an die Kommunalparlamente der übrigen 27 kreisangehörigen Kommunen versendet, um einen interkommunalen Austausch anzustoßen. Die FWG setzt sich dafür ein, dass die Kommunen im Landkreis Kassel gemeinsam die finanzielle Vorsorge stärken und mögliche Risiken abgestimmt angehen.

Fakten auf einen Blick – FWG Wesertal Initiative:

Rückbaukosten Windpark Reinhardswald: dreistelliger Millionenbereich

Aktuelle Sicherheitsleistung: ca. 3 Millionen Euro

FWG fordert: fachlich fundierte Überprüfung der Sicherheitsleistungen

FWG initiiert interkommunalen Austausch zur Abstimmung der Kommunen

Die FWG Wesertal betont: Mit dieser Initiative sollen Transparenz, Sicherheit und Verantwortung für die Haushalte der Kommunen gewährleistet werden – ohne dass die finanziellen Lasten nachträglich auf die kommunale Familie abgewälzt werden.

Kommunales Krisenmanagement

Gefahrenabwehr bei Hochwasser

Hochwasser und Starkregen betreffen alle Ortsteile – und sie werden zur realen Belastungsprobe für unsere Gemeinde. Deshalb setzen wir uns für einen konsequenten, flächendeckenden Hochwasserschutz in Wesertal ein: von baulichen und technischen Maßnahmen bis hin zu klaren Abläufen im Ernstfall.

Wichtig ist: Für viele Schutzmaßnahmen stehen Fördermittel von bis zu 95 % zur Verfügung. Diese Chancen müssen wir nutzen – schnell, strukturiert und ohne unnötige Verzögerungen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Förderanträge zügig gestellt, Prioritäten transparent festgelegt und die passenden Maßnahmen dann auch zeitnah umgesetzt werden.

Genauso entscheidend ist ein funktionierendes Krisenmanagement bei Stromausfall: Wenn Telefon, Internet oder Heizung ausfallen, braucht es klare Zuständigkeiten, verlässliche Informationswege und Anlaufstellen in den Ortsteilen. Wir wollen, dass unsere Gemeinde dafür vorbereitet ist – mit Notfallkonzepten, regelmäßigen Übungen und einer Ausstattung, die im Ernstfall wirklich hilft.

Unser Ziel: Mehr Sicherheit, schnellere Umsetzung und ein verlässlicher Plan für alle Ortsteile – damit Wesertal handlungsfähig bleibt, wenn es darauf ankommt.

Ansprechpartner vor Ort

Wesertal besteht aus 8 Ortsteilen – und jeder hat eigene Themen. Deshalb haben wir in der FWG feste Ansprechpartner je Ortsteil.

Sie nehmen Anregungen auf, sind erste Anlaufstelle bei Fragen und sorgen dafür, dass Anliegen transparent in unsere Arbeit einfließen.

Kurze Wege, klare Zuständigkeiten, direkte Rückmeldung.

Maik Lobitz
Arenborn
Heisebeck
Martina Stüber
Lippoldsberg
Gieselwerder
Ulrich
Vogel

Oedelsheim
Gewissenruh
Björn Zackenfels
Vernahwahls-hausen
Gottstreu

Tourismus stärken

Wesertal sanft, regional und modern

Wesertal hat enormes Potenzial: Natur, Weser, Dörfer mit Charakter, gute Gastronomie und echte Ruhe. Wir wollen den Tourismus ortsübergreifend weiterentwickeln – sanft, nachhaltig und so, dass Einheimische wie Gäste profitieren.

Dazu gehören sichtbare Verbesserungen, die man direkt nutzen kann: gepflegte und gut ausgeschilderte Wander- und Radwege, sichere Verbindungen zwischen den Ortsteilen sowie einladende Rast- und Aufenthaltsplätze. Entlang der Weser wollen wir die Aufenthaltsqualität stärken – unter anderem durch den gewünschten Bootsanleger in Lippoldsberg, damit Wasserwanderer und Tagesgäste besser ankommen, verweilen und unsere Angebote vor Ort nutzen können.

Außerdem wollen wir Wesertal zukunftsfähig aufstellen: Der Aufbau einer Ladeinfrastruktur für E-Mobilität (an sinnvollen, gut erreichbaren Standorten) macht unsere Gemeinde attraktiver für Gäste und unterstützt zugleich den Alltag der Menschen vor Ort.

Wichtig ist uns auch die Stärkung regionaler Betriebe: Übernachtungen, Gastronomie, Hofläden und Direktvermarkter sollen stärker eingebunden werden, damit Wertschöpfung in Wesertal bleibt. Ergänzend braucht es eine moderne Vermarktung mit aktuellen Online-Infos, gut auffindbaren Angeboten und einem verlässlichen Veranstaltungskalender.

Unser Ziel ist klar: Mehr Gäste, längere Aufenthalte und mehr Leben in unseren Ortsteilen, ohne Natur und Anwohner zu überlasten – und mit Maßnahmen, die sinnvoll sind, förderfähig geplant werden und wirklich zu Wesertal passen.

Bausachliche Prozesse optimieren

Investoren gewinnen – für Wohnen, Gewerbe und Tourismus

Wir wollen die bausachlichen Abläufe in Wesertal schneller, klarer und bürgerfreundlicher machen. Verwaltungsstrukturen sollen so organisiert werden, dass sie effizient arbeiten und Kosten sinken. Ein Ansatz ist ein fester Rathausstandort, der Wege verkürzt, Zuständigkeiten bündelt und die Abläufe spürbar verbessert.

Gleichzeitig braucht Wesertal Perspektiven: Wohnraum, Gewerbeentwicklung und ein Tourismus, der zur Gemeinde passt. Deshalb setzen wir uns für die Ausweisung neuer Bauplätze ein – ortsübergreifend gedacht, bedarfsgerecht geplant und transparent kommuniziert. Bürgerinnen und Bürger sollen frühzeitig informiert werden und nachvollziehen können, warum und wo Entwicklung sinnvoll ist.

Darüber hinaus wollen wir Wesertal als Standort aktiver nach außen vertreten und passende Investoren gewinnen – für Wohnungen, Gewerbe und touristische Angebote. Dafür braucht es klare Ansprechpartner, gute Standortinformationen und verlässliche Rahmenbedingungen, damit Vorhaben planbar werden und zügig umgesetzt werden können. Unser Ziel ist eine Entwicklung mit Augenmaß: mehr bezahlbarer Wohnraum, stärkere lokale Wirtschaft und ein sanfter Tourismus – ohne unnötige Bürokratie, aber mit klaren Regeln und fairer Beteiligung.